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Motormapping-Debatte noch nicht beigelegt

Nach dem Rennen am Hockenheimring ging es turbulent zur Sache. Das Red-Bull-Motorsportteam beschwerte sich nicht nur über das Abstrafen von Sebastian Vettel und den damit verbundenen Punkteverlust. Auch das Verhalten der FIA, die den österreichische Rennstall auf einen Regelverstoß in Bezug auf das Motormapping direkt vor den Trainingsrunden beim Rennen hinwies, machte Helmut Marko zu schaffen.
Dass das Thema Motormapping nach dem Grand Prix von Hockenheim noch nicht gegessen sein wird, war eigentlich klar. Die FIA hatte das Red Bull am Sonntag vor dem Rennen bezichtigt, ein nicht regelkonformes Motormapping anzuwenden. Letztendlich zog der Verband die Vorwürfe dann doch zurück, da sie nach Prüfung des Regelwerkes nichts Illegales am Red-Bull-Boliden nachweisen konnten. Dass der Rennstall die Grenzen ausgelotet hat, ist auch Helmut Marko bewusst , doch den Vorwurf eines Regelverstoßes will er nicht hinnehmen. „Es steht nirgendwo, dass wir das Reglement nicht zu unseren Gunsten ausnutzen dürften. Natürlich haben wir eine Crew, die das genau durchleuchtet. Wie kann man das Reglement an die Grenze treiben, dass man innerhalb des Reglements ist, aber einen Vorteil hat? Da gibt es viele kleine Sache und dieses Mapping macht Renault. Wir sind nicht aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden, sondern weil wir innerhalb des Reglements sind“, so der Motorsportchef von gegenüber den Formel 1 Nachrichten von „Servus TV“.
Noch vor dem Grand Prix von Ungarn könnte die FIA jetzt eine Konkretisierung im Regelwerk forcieren, der den Grenzgang von Red Bull in Zukunft verbieten könnte. „Autosport“ zufolge soll diese Klarstellung innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen, also früh genug, um noch im Freien Training am Freitag darauf einzugehen. Doch auch hier findet sich ein Punkt, der Marko sauer aufstößt. Ursprünglich war zu erwarten, dass die Debatte im Treffen der Technischen Arbeitsgruppe der Formel 1, in der die Technikchefs aller Teams sowie ein FIA Verantwortlicher zugegen sind, am vergangenen Montag beigelegt wird.
Doch zum Ärgernis des Red-Bull-Motorchefs wurde das Thema nicht angesprochen. „Es gab am Montag das Meeting, es wurde nicht ein einziges Mal dieses Projekt aufgezeigt“, so Marko gegenüber „Servus TV“: „Der Vorfall kommt ja nicht von ungefähr. Es gibt ja immer wieder Leute, die so etwas forcieren. Sprich: Andere Teams. Und dann am Montag, wenn man es wirklich einmal fachlich und sachlich lösen könnte, wird es nicht einmal aufgegriffen.“ Das kann bedeuten, dass das Reglement bis zur Sommerpause nach dem Rennen in Ungarn gleich bleibt.

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