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Duell der Deutschen zum Wimbledon-Auftakt

Ein hartes Los haben Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas für die erste Runde beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gezogen. Die beiden Deutschen müssen im ersten Spiel im wichtigsten Rasen-Turniers der Welt gegeneinander antreten.

Tennis News berichten, dass Patrik Kühnen wenig begeistert war über das Auslosungsergebnis: „Das ist unglücklich. Ich hatte mir erhofft, dass Deutschlands beste Rasen-Spieler der letzten Wochen hier beide weit kommen können“, so der Davis-Cup-Teamchef gegenüber der „dpa“. „Das ist ein Los, das für keinen der beiden leicht ist, aber wir können ein spannendes Match erwarten.“
Haas hatte zuletzt Kohlschreiber im Halbfinale in Halle bezwungen und im Finale überraschend Roger Federer besiegt. Der 34-jährige hat sich für Wimbledon allerdings nur mit Hilfe einer Wildcard für das Hauptfeld qualifiziert. In der dritten Runde würde der Gewinner dieses Matches dann auf Rafael Nadal treffen.

In Halle sind die Beiden bereits drei Mal aufeinander getroffen. Haas hat zwei Matches davon für sich entschieden. Auch sonst scheint das deutsche Wimbledonduell kein Freundschaftsspiel zu werden. „Ich will mich da einfach nicht verstellen, wir sind keine Freunde“, erklärte Philipp Kohlschreiber über sein Verhältnis zu Tommy Haas.

Tommy Haas dürfte heiß darauf sein, seinen deutschen Kollegen in Wimbledon zu schlagen, da Kohlschreiber, der mit Platz 27 vor ihm in der Weltrangliste steht, vom deutschen Tennis Bund (DTB) für die olympischen Spiele in London vorgeschlagen wurde und er nicht. Haas hat deshalb wohl keine Chance mehr bei Olympia 2012 dabei zu sein. „Wir geben nur den Spielern eine Wildcard, die von ihrem Land zur Nominierung vorgeschlagen wurden“, so der ITF-Sprecher Nick Davies gegenüber dem „SID“. „Tommy Haas steht weder beim Deutschen Tennis Bund noch beim Deutschen Olympischen Sportbund auf der Liste, deshalb wird es für ihn definitiv keine Wildcard geben.“

Der 34-jährige ist scheinbar frustriert und enttäuscht: „Der DOSB hat mich nicht einmal auf die Nominierungsliste gesetzt. Mich und manch anderen nicht, das ist eine Schande“, sagte Haas, der in der Weltrangliste auf Platz 49 steht, im Gespräch mit „tennisnet.com“. Allerdings könnte er mit dem Erreichen des Halbfinales in Wimbledon noch vom DOSB nachnominiert werden. 2008 war Rainer Schüttler kurzfristig noch auf die Liste der Olympiabewerber gesetzt worden, nachdem er in Wimbledon das Halbfinale erreicht hatte, obwohl er die restlichen Kriterien nicht erfüllte.

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